Ich habe Dagobert, Daniel, Donald, Dörte, Daisy und Mrs. X immer brav den Schnee auf Ihren bevorzugten Wegen beiseite gefegt und ihnen einen großen Bottich mit warmem Wasser zur Verfügung gestellt, damit sie trinken und ihr Gefieder pflegen können. Per Heizstrahler wurde die Temperatur so gut es ging über Null Grad gehalten. Mit Salat habe ich die Laufenten gezähmt, in diesem Winter. Den lieben sie. Was ich ihnen wirklich nicht erfüllen konnte, ist der Wunsch, auf ihrem heißgeliebten Tümpel zu sitzen. Und ich habe wirklich alles gegeben, aber selbst kontrolliertes "Fire & Ice" haben nix gebracht.
Was sie mir nicht erfüllt haben, war auch nur ein einziges Mal in ihrem Stall zu schlafen. Nee, den wollen die nicht und wenn das da draußen 18 Grad unter Null sind. Enten wollen draußen sein und damit basta. Das musste ich akzeptieren.
Duckcatching hat sich während der Schnee- und Eiszeit zur Trendsportart in meiner Nachbarschaft entwickelt. Die Tiere können nämlich sehr wohl fliegen. Jedenfalls scheint es das geringere Übel im Vergleich mit dem Schneelauf zu sein. Gelegentlich flog man dann nämlich auch mal über den Gartenzaun... und kam nicht merh zurück. Das auch nur, weil man mit Gewalt zufuß wieder in den Garten wollte und nicht einsehen konnte, dass man sich partout nicht durch Zaun quetschen kann. Anstatt sich ein kleines Stück weiter durch das Tor treiben zu lassen, hub man dann wieder zum Flug an, um sich irgendwo unter einem Busch mit eingezogenem Fahrgestell unsichtbar zu machen (das scheinen die wirklich zu können). Jedenfalls ist keines der Tiere zu Ragout auf der Dorfstraße geworden, wenn es auch knapp war und ich bin jetzt Meisterin im Duckcatching.