Mittwoch, 15. Februar 2012

Trendsport Duckcatching


Ich habe Dagobert, Daniel, Donald, Dörte, Daisy und Mrs. X immer brav den Schnee auf Ihren bevorzugten Wegen beiseite gefegt und ihnen einen großen Bottich mit warmem Wasser zur Verfügung gestellt, damit sie trinken und ihr Gefieder pflegen können. Per Heizstrahler wurde die Temperatur so gut es ging über Null Grad gehalten. Mit Salat habe ich die Laufenten gezähmt, in diesem Winter. Den lieben sie. Was ich ihnen wirklich nicht erfüllen konnte, ist der Wunsch, auf ihrem heißgeliebten Tümpel zu sitzen. Und ich habe wirklich alles gegeben, aber selbst kontrolliertes "Fire & Ice" haben nix gebracht.

 

Was sie mir nicht erfüllt haben, war auch nur ein einziges Mal in ihrem Stall zu schlafen. Nee, den wollen die nicht und wenn das da draußen 18 Grad unter Null sind. Enten wollen draußen sein und damit basta. Das musste ich akzeptieren.
Duckcatching hat sich während der Schnee- und Eiszeit zur Trendsportart in meiner Nachbarschaft entwickelt. Die Tiere können nämlich sehr wohl fliegen. Jedenfalls scheint es das geringere Übel im Vergleich mit dem Schneelauf zu sein. Gelegentlich flog man dann nämlich auch mal über den Gartenzaun... und kam nicht merh zurück. Das auch nur, weil man mit Gewalt zufuß wieder in den Garten wollte und nicht einsehen konnte, dass man sich partout nicht durch Zaun quetschen kann. Anstatt sich ein kleines Stück weiter durch das Tor treiben zu lassen, hub man dann wieder zum Flug an, um sich irgendwo unter einem Busch mit eingezogenem Fahrgestell unsichtbar zu machen (das scheinen die wirklich zu können). Jedenfalls ist keines der Tiere zu Ragout auf der Dorfstraße geworden, wenn es auch knapp war und ich bin jetzt Meisterin im Duckcatching.

Kommentare:

  1. enten sind wirklich was komisches, unsere letztes jahr die wollten auch im winter absolut nicht rein, leider ist eine ente dann so unterkuehlt gewesen an einem morgen das sie darauf gestorben ist. Ich denke aber das sie irgendwas gehabt hat noch zusaetzlich.... wir hatten sie erst kurz vorher von einem "zuechter" bekommen..... :)

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    1. Ja, Enten sind ja irgendwie ein wenig autistisch. Wenn sie fremd sind, oder vermissen (tun Enten wirklich, die Trauern wenn jemand aus der Gruppe fehlt, hab ich letztens in einem Fachbuch gelesen), oder noch nicht integriert, oder einfach tatsächlich krank sind, dann kümmern sie.
      Das mit dem Stall ist nicht so wild bis 20 Grad unter Null, nur genügend tiefes Wasser zur Gefiederpflege darf dann wohl eben nicht fehlen (-:

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  2. *Grins* ich kenn das catching mit Kaninchen, am liebsten das vom Nachbarkind während der Urlaubszeit, da werden Rentner zum Roadrunner :)
    Deine Enten sind echt hübsch. Aber wenn die Salat essen, dann eignen sie sich doch nicht zum Schützen des Gemüsebeetes vor Schnecken, oder?
    LgKnutselzwerg

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    1. Die leben in ihrem eigenen Gartenteil. Da sollen die das Gras kurz halten und die Schnecken fressen. Wir sitzen dazwischen und freuen uns. Die Blumen sind auf der anderen Seite des Zaun. Wobei sie die Rosen und Dalien bei sich in Ruhe lassen. Im Sommer reicht ihnen wohl das Gras

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  3. Mrs X??? Gibt doch noch so viiiiiiiele Namen mit D :o)
    Da ist ja mächtig was bei euch los! Seid froh, dass ihr nicht unseren Garten habt, da kommen nämlich nachts die Füchse....riesengroß und Sally läßt mich gar nicht mehr durchschlafen.
    Wie süß, das Aussenbecken zu beheizen ;o)
    Dass Du bekocht wurdest ist ja toll - sieht superlecker aus! Das Geschenk hätte ich schon gehabt - ich liebe Agatha Christie und natürlich besonders diese Filme!
    Was tut sich denn da beruflich bei Dir?
    Liebe Grüße,
    Irina

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    1. Ja, ich wende hier auch alle möglichen Tricks an, um die Marder fern zu halten. Bisher hat es ja ganz gut geklappt. Mrs.X heißt sie, weil ich mir den Namen nicht merken kann, den die Tochter meines Freundes ihr gegeben hat. Das Wasser muss sein, sonst halten sei Temperaturen nicht gesund aus.

      Ja, Agatha ist toll, ich habe mich über den Abend sehr gefreut.

      Beruflich? Ich habe oben was aufgeschrieben. Momentan bin ich an vielen Ecken unterwegs. Alles wird gut, wenn man nur durchhält... sagt ja mein Monatsmotto (-;

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