Donnerstag, 9. Juni 2011

Meisenküken vor dem ersten Flug - es strotzt vor Agilität, Lebenskraft und instinktivem Mut

Aktualisierung um acht: Na, ich finde, das passt zufällig ganz prima zu Frau Pimpinellas heutigem Fotomotto! Die Lütte bleibt nicht nur in Bewegung, sondern entdeckt gleich vor lauter instinktivem Bewegungsdrang noch eine neue Dimension (-:

Im Rosenbogen vor dem Eingang meines Elternhauses hängt ein bebrüteter Meisenkasten. Dieses Geschwisterkind rief dem Küken hinterher, das ich kurz zuvor zufällig beim Erstflug beobachtete.


Eine kurze Weile später hat auch dieses Energiebündel den Start in das Leben der Lüfte gewagt. Was ich fühle, wenn ich sowas sehe, kann ich nicht in Worte fassen.

Ob die kleine Blaumeise es bis zum Winter schaffen wird und sich dann zum Futterplatz ans Küchenfenster setzt, um in der Kälte ein Sonnenblumenmahl einzunehmen... vielleicht ein Kernchen verliert und es dann 2012 bei meiner Mutter so wie bei mir grad (nur ohne Schild) aussieht?

Mittwoch, 8. Juni 2011

Storchenbrut

Störche - sie sind allein von ihrer Lebensweise her für mich sehr faszinierend und wenn meine Mutter mir per sms schreibt "Der erste Storch ist da", dann hoffe ich mit meinen Eltern auf den zweiten Adebar. Sie fliegen ja auf zwei Nord-Süd-Routen. Die gewählte Route ist genetisch geprägt. Mein Vater sagte, auch wenn Störche lange Jahre in festen Partnerschaften leben, fliegen sie die getrennte genetisch programmierte Route und treffen sich deshalb hier oder im Süden völlig erschöpft erst wieder. Besonders verblüffen mich die Jungstörche, denn die  fliegen ohne ihre Eltern und vor allem BEVOR die Altstörche starten. Sie spüren einfach wohin sie gehören und treten ihren Weg selbstverständlich an. Wenn ich darüber nachdenke bin ich mal wieder schöpfungsbeindruckt. Und apropos Schöpfung:


" Hey Schatz, da bin ich wieder, pünktlich zum Schichtwechsel!"


"Wie schön, dann lass mich mal die Glieder dehnen...

 ... und uns eine Runde klappern, bevor ich mich auf Froschschenkeljagd mache"



"Hach, das fliegt es hin, mein Gattentier"

 "So, nun aber Schluss mit der Romantik, noch schnell die Eier gedreht und schnell weitergebrütet"



Gestatten: Böckchen, der gesundgepflegte Rehbock

Als ich mein letztes Posting mit Wildrezept und entsprechendem Edikt einstellte, fiel mir Böckchen ein.
DAS IST ER... etwas reudig anmutend, das ist aber nur der Fellwechsel:

Böckchen lebt in einem großen Gehege bei meinen Eltern. Er wurde als Kitz von einem Mähdrescher erwischt. Rehkitze haben die Angewohnheit sich zu zu ducken, das ist in Kollision mit Mähdreschern keine gute Sache. Grausige Verstümmelungen sind die Folge und werden zumeist vom Fahrer gar nicht bemerkt.

Jedenfalls wurde Böckchen mit Parasiten übersäht und von der Mutter zum Sterben zurückgelassen gefunden. Ich erinnere, dass mein Vater - als Jäger, Heger und selbst Landwirt - während meiner Kindheit oft versuchte solche Tiere zu retten. Das gelingt ganz selten.
Eine Freundin des Hauses hat es geschafft. Kein Tierarzt und kein erfahrender Heger hatte die Hoffnung, dass Böckchen überleben könnte. Das Kitz war rund um die Uhr bei der neuen Amme. Es hatte sein Gehege, schlief auf dem Sofa, ging mit zum Bäcker, ins Bad und eben überall hin, wo die neue Mama war. Die Wunde verheilte, Böckchen lernte auf einem verkrüppelten Stumpf zu laufen.

Diese Tiere sind wegen ihrer Behinderungen, der Gewöhnung an den Mensch und mangelnden erworbenen Selbstschutzverhaltens nicht mehr auswilderbar und ein großes Problem ist, dass die männlichen Tiere mit der Geschlechtsreife aggressiv werden und ihre Instinkte keine Mutterbindung mehr vorsehen, sondern natürliches, revierverteidigendes Leben. So brachte die Freundin des Hauses Böckchen in ein Gehege auf den Hof meiner Eltern. Jeden Tag kommt sie, um ihren Schützling zu besuchen. Die Ex-Amme hat die zweite Seltenheit geschafft: Bis heute wird sie nicht von Böckchen attakiert - es sei denn, sie schleppt andere Menschen mit ins Gelände. Hier schleckt er sie nur, ich stand artig draußen vor den Toren (-:

Mein Vater kaufte Böckchen die ebenfalls als Kitz verletzte und genesene Ricke Bambi zur Vergesellschaftung. Bambi starb nach einiger Zeit. Nicht einmal die Tierärztliche Hochschule konnte helfen. Mit einem dazugesellten Esel konnte sich Böckchen auch nicht anfreunden. Böckchen ist mit sich selbst und dem Leben zufrieden. Er hat es ja auch verdammt gut in seinem kleinen Revier.

Dienstag, 7. Juni 2011

10-Minuten-Arbeit-Rehbraten... und ein ethisches Edikt

Ich finde Wild so lecker! Dazu kommt noch, dass ich das Fleisch von den Tieren, die tatsächlich vom Jäger in freier Wildbahn geschossen wurden, mit dem Gedanken der ethischen Korrektheit essen kann. Es gibt Schonzeiten für Tiere, die Junge führen und es  wird nur Wild zum Abschuss freigegeben, wenn der Abschuss zur Regulation des Bestandes dienlich ist. Das Tier lebte nicht in Fressfabriken für uns Menschen, sondern in aller Ruhe und hat einen schnellen unerwarteten Tod. So wünscht sich das der Mensch für sich und so soll es auch dem Tier gehen dürfen. In Gedanken sehe ich beim Verzehr anderen Fleisches so oft dunkle Schweinemastbetriebe, oder die Kükensortieranlangen aus "We feed the world", oder Schiffsladungen mit Rindern (den Link mag ich nicht einstellen, das kann ich mir einfach wirklich nicht nochmal ansehen), bei denen sich Tiere auf dem Transport die Beine wegen zu roher Behandlung gebrochen haben und elendig darben, bis sie endlich ihr Ende finden.

So, nun aber das Rezept!

750 gr. Rehkeule oder Blatt
2 El neutrales Speiseöl
  •  scharf anbraten
375 ml Brühe
  • angießen und im geschlossenen Bräter 70 Minuten schmurgeln lassen
125 ml Rotwein (oder tr. Weißwein)
1-2 El Senf
1 Tel bayrischen Senf
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
2 El Creme fraiche (ich nehme ersatzweise auch Frischkäse)
1 El Thymian (geht zur Not auch getrocknet)
Pfeffer
  • den ganzen Kram anschließend dazugeben, nochmals aufkochen, das Fleisch entnehmen 
Mehl
  • mit Wasser verrühren und die Soße binden
Thymian zur Deko

An Beilagen reicht bei wenig Zeit ein frisches Stangenbrot und ein Rote-Beete-Salat.
Wenn ich das richtig ernst meine, dann mache ich Kartoffeln, Rotkohl und in Schinken gewickelte Bohnen sowie eingekochte Birne mit Preiselbeerfüllung dazu. Das passiert dann aber eben nicht mit fünfminütigem Aufwand (-:

Mir fiel erst nach dem Essen ein, dass ich das Rezept mal hier einstellen könnte und da dann ja immer gern ein Foto gewünscht wird. kann ich nur sagen: "Sorry, war lecker und sah gut aus, ganz ehrlich, aber hier bin ich schon beim, Cigarillo danach"
 Also hier noch der Rest vom Fest: Blatt eines Jährlings (nein, nicht Böckchen, Tiere die Namen haben esse ich nicht)

Montag, 6. Juni 2011

Noch'n bisschen eigene Rosennachzuchtansichten

 Vermehrung von Omis Teerose. Das Foto ist schon zwei Jahre alt. Sie blüht noch nicht, treibt aber schöne Konspen
 Die ist aus einem Gärtnerstrauß nachgezogen worden
 Das hier war Diebesgut. Wer über den Zaun wächst, muss mit Vermehrungskidnapping rechnen
 Woher die stammt, weiß ich nicht mehr
Und diese hier verändert im Laufe ihrer Blütezeit die Farbe... das Bild stammt aus em letzten Jahr, ich glaube, sie hat den Umzug in die "große alte Dame" nicht überstanden.

Also, das mit den Stecklingen geht wirklich (-:

Ich kann mich nicht sattsehen!




Sonntag, 5. Juni 2011

Tagwerk: Gelee und Likör

 seit heute stehen Rhabarber- und Holunderblütenliköre im Schrank. Auch Gelee ist wieder im Vorratsraum (-:
Der Fliedersekt muss noch ein wenig ziehen, aber auf den freue ich mich am meisten


lazy-ladies-day!

Je nach Perspektive war das ein Tag für
Schwester und Nichten,
Tante, Schwester und Mama,
Schwester und Kinder

...egal aus welcher Warte man die Sache betrachtet. Wir vier Damen hatten einen schönen Nachmittag.

Die Nichten bekamen maiglückchentantige Füße und Finger

Und ich erlebte auch Verwöhnprogramm: Die Grinsekatze las mir vor und kraulte mir nebenbei den Rücken. Wie habe ich mir das nur verdient? Herrlich!

 
Die Nachbarskinder zeigten Possierliches

 
Und wir fanden winzig-wildes und sehr hübsches Getier

Samstag, 4. Juni 2011

Manchmal...

kommt man um die blitzklare Erkenntnis nicht drumherum. Heute war vielleicht so ein Tag. Auch wenn ich stolz darauf bin, dass ich sehr logisch-analytisch denke und ganz starke Schlüsse daraus ableite und verfolge, tut es mir gelegentlich im Herzen weh, wenn ich sehe, was ich lieber übersehen würde.

ABER: Es ist wie es ist!

Freitag, 3. Juni 2011

Grönemeyer und ich in Hamburg... und noch so'n paar Menschen

Der Mann ohne Stimme, der Jung und Alt mit Texten in seinen Bann zieht. Unglaublich, so viele Menschen, diese Begeisterung.
Zum Geburtstag ein Überraschungsevent. Hier ging es mehr um das Stadion und die Menschen mit denen wir dorthin fuhren, als um Herrn Grönemeyer direkt.
 Damit ging es los

Kurzer Empfang des Käfbruders und dessen Herzallerliebster
 Schauen...
 Hören...
 Erfassen...
 
 Einfangen...
 Hat man ja nicht jeden Tag, den Herbert...
... und die anderen Leute
 Da war schon was los

Donnerstag, 2. Juni 2011

Lampe aus Nistkasten für die Terrasse


Unserer türkis gestalteten Dachterrasse fehlte es an einem Leuchtmittel.

Das Einflugloch dieses farblich passenden Nistkastens hat genau die Größe einer Lampenfassung. Ich habe selbige also durch die Reinigungsöffnung eingelegt und vorne ein rundes Leuchtmittel aufgeschraubt.

Feddisch isset! Und ich bin ziemlich zufrieden, nachdem ich lange Frust über Nichtbesiedeltung schob. Selbst Schuld liebe Meisen, ist jetzt die Wohnung neu platziert und anderweitig vergeben!

#5 MIT ABSICHT VERSCHWOMMEN

Zu dem Thema gehört für mich auch die Absichtserklärung. ICH jedenfalls interessiere mich bei den anderen Bildern dafür und gebe meine deshalb hier auch ab.

Ich hatte ein ganz klares Foto von dieser Lampe eines Hamburger Theaters, das ich löschte, weil ich mir mit dem Bild gern meinen folgenden Gedanken einfangen wollte.

 
  1. die Assoziation zum Feuerwerk, das einen Teil menschlicher Kultur darstellt. Kultur ist meines Erachtens künstliche Evolution


2. gespiegelt habe ich die Assoziation zu Staubgefäßen einer Blume, die als Teil des natürlichen Evolutionsergebnisses gelten.

Die Lampe so u fotografieren, war für mich nach dem Moment der gedanklichen Analogiebildung zur Kultur des Feuerwerks und zur Natur der Blumen wie eine Metapher für das Menschsein, das wohl Symbiose aus Kultur und Natur ist.

Tja, sowas denke ich, zwischen erstem und drittem Gong  (-:

Mehr verschwommene Bilder und Absichten gibt es hier

Urahnenfotobuch

Ein echter Schatz!


Sowohl die Bilder der Ahnen, als auch die tolle Jugendstilfassade, die so herrlich die "große alte Dame" schmücken kann.


  Ich freu mich so.