Mittwoch, 21. März 2012

Juni 2011: Ein Huhn zum Examen

Am 16. Juni 2011 hat Herr Käf seine letzte große Prüfung für sein Zweitstudium absolviert. Es hieß immer, danach wird das Leben anders. Dann habe ich Zeit, dann mache ich mit dir.... und dann möchte.... unter anderem wünschte er sich, dann Hühner zu haben.

Vorne Hilde, hingen Lotta
Also habe ich am 16. Juni die ca. 10 Wochen alten Hühnerkinder Lotta und Hilde besorgt, bin mit ihnen 250 km Auto gefahren und habe dann Herrn Käf wie folgend beschrieben überrascht. Die wurden darauf mächtig groß, denn so ganz geheuer war ihm die Sache nicht. Wer bekommt aber auch schon ein Huhn zum Examen?! Da darf man sich schon mal wundern. Aber sonst wäre das ja auch ohnehin nie was geworden. Also die erste Frage, die dann kam, war: "Kann man denn ein Huhn allein halten?" Ich antwortete: "Nein, schön, dass du fragst.", öffnete meinen Karton und setzte Hilde zu ihrer Schwester in die Badewanne. Alle waren zufrieden und auch Herr Käf freute sich.

Eine Nacht im Übergangslager
 Die Badewanne wurde mit Zeitung ausgelegt, Lotta wurde hineingesetzt, Herr Käf wurde anewiesen, sich die Ohren zuzuhalten, ein Lied zu summen, die Augen zu schließen und sich von mir führen zu lassen. Vor der Wanne angekommen durfte er die Augen die öffnen.

Champagner auf dem Turm
Das alles spielte sich am Abend ab und den ließen wir in der Natur mit einer Flasche Champager ausklingen,  während die Hühner sich in der Badewanne für eine Nacht zur Ruhe legten.

Zukunftsplanung während die Nacht kommt
Es war wirklich ein milder Sommerabend, den wir da in luftiger Höhe genossen. Am nächsten Tag machte ich mich dann daran eine Hühnerkinderstube zu bauen. Aber davon erzähle ich in der Fortsetzung mehr

Dienstag, 20. März 2012

September 2011 Igel Irmeli zieht in ihr Gartenhaus (7/7)

Nachdem sie ein paar Tage mit mir bei meiner Schwester war, zieht Irmeli nun daheim vom Haus in den Garten

Ihr Schlafzimmer hat sie sich doch ganz hübsch eingerichtet, oder?

Mit der Küchenarbeit hat sie es noch nicht so, da sie aber noch immer keine feste Nahrung essen will, mache ich das alles noch für sie.

So sieht ihr Wohnzimmer aus. Vorerst soll sie nur ein sparsames Freigehege haben.

Ich schleiche durch den Garten, weil sie mich immer zwitschernd ruft, wenn sie mich hört oder riecht

Oft halte ich es nicht aus und sie darf uns drinnen noch besuchen kommen

Jaja, die Hygiene. Ich habe das Obst und die Fliesen heiß gewaschen, nachdem das Tier wieder draußen war

Das alles ist mir diese Freude wert

Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie noch eine richtige Igelin wird, die lieber draußen als bei mir ist, wenn ich sowas sehe

Das mag sie... aber auch da werde ich gerufen, wenn ich gehe

So ist Irmeli noch viel bei uns und läuft auch nicht weg. Momentan darf sie das auch nicht, denn sie ist an Katzenfutterbrei gewöhnt und vor dem Winter kann ich ihre Nahrung nicht mehr ohne Gewichtsverlust umstellen

Es war eine unglaublich schöne Zeit für mich mit ihr. Ich bin so froh, dass die Umstände dieses Erlebnis zufällig erlaubten.

Aber Irmeli, so geht es doch nicht mit uns weiter!

Und auch Herr Käf ist loszulassen

Sieht nicht so aus, als wäre das freiwillig möglich

Sogar der Katz hat sich an Irmeli gewöhnt...

... und wenn keiner guckt...

...kann man ja mal gucken (-:

Irmeli hat's gemerkt und schmeißt sich gleich wieder neugierig ran... um sich eine Packung Ignoranz abzuholen

Da das Wohnzimmer inzwischen seinen Reiz verloren hat, richte ich den Durchbruch zum Hühnerstall ein, damit Irmeli sich da noch ein wenig austoben kann und vielleicht das Würmersuchen anfängt. (Von der Hühneranschaffaktion schreibe ich dann ab morgen nachträglich)

 
Alles im Lot! Katzenfutter am Stück, Nestbau erfolgreich, gekotet wird draußen, da kann ich nur sagen: Gute Nacht Irmeli, schlaf schön und komm bitte bitte gut durch den Winter... und vergiss mich!!! Anfang November hat Iremeli ein paar Fastentage eingelegt und sich am 08.11. endgültig für den Winter eingekuschelt, um sich nur von ganz warmen Phasen mal wecken zu lassen... und nun ist sie immer öfter wieder wach, hat auch schon ein Mal gefressen. Aber entwöhnt ist sie leider nicht von mir. Ich bin gespannt wie es weiter geht

Montag, 19. März 2012

Zu faul um tot umzufallen...

... ist unser Katerkatz! Jedenfalls ist die letzte Anschaffung dieser Art einige Jahre her, denn der seit vielen Jahren mit mir lebende Methusalem duldet keine anderen Katzen im Haus. Ist vielleicht aus Gründen der Überbevölkerung auch besser so.


Was würde ich ihn vermissen, aber inzwischen trägt er schon den Beinamen "Jopi", auch wenn der nun doch irgendwann wusste wann Schluss sein muss. Seit über 25 Jahren lebe ich mit Katzen. Es waren immer Notfalltiere. Ich bin der Meinung, dass sie mit Notfallmenschen zusammenlebten, denn bei mir hat nicht eine einzige Katze Probleme gemacht, die über eine liebenswerte Macke hinausgingen.
Vor zwei Jahren dachte ich schon, diese tierische soziale Intensivbeziehung würde die Hufe hochreißen, doch dank regelmäßiger Kortisongabe geht es ihr konstant recht gut. Aber so langsam lebt der Katz gefährlich. Er soll weiterhin sein Leben als Freigänger genießen können, auch wenn er inzwischen taub geworden ist, Gesichtslähme hat, schlecht sieht und wohl auch kaum noch über Geruchssinn verfügt.
Erstaunlich, was für eine Lebensqualität diese Katze trotz all der Defizite offenbarbar noch empfindet. Das Leben ist gefährlich, wenn man so eingeschränkt ist - und das nicht nur draußen. Gestern passierte es zum dritten Mal, dass der Katz seine Gemächer betrat und einen kläffenden, hüpfenden Besuchshund so lange nicht wahr nahm, bis sich die beiden Tiere berührten. Naja, dann allerdings wurden alle bekannten Reaktionen gegen den internalisierten Generalfeind, der eigentlich nur nett sein wollte, in Bruchteilen von Sekunden wieder aktiviert. Das klappt noch immer aus dem FF.
Das Leben dieser Katze ist in Ordnung, wenn sie bei ihren Menschen sein kann. Sogar beim Duschen will der gelegentlich dabei sein
Anstandslos fährt das Tier mit uns in den Urlaub, schaut sich im Ferienhaus um, sieht sich das Umfeld draußen an und sucht sich schnurrend in aller Ruhe zwei Lieblingsplätzchen im Haus. Eines für den Tag in der Nähe eines möglichst belebten Aufenthaltsortes seiner Menschen und eines für die Nacht. Die Sache mit der Eingewöhung ist nach 10 Minuten erledigt, sofern die Menschen mit dabei sind. Für den  Nachtplatz wird gewartet, wo sich Käf und Maiglückchen betten werden. Dort in der Nähe wird ein Schlafplatz gesucht, nachdem getestet wurde, ob das Mit-unter-die-Decke-kriechen-Verbot auch am neuen Ort gilt.


Nanu, jetzt wollte ich unsere schönsten uns skurrilsten Bilder noch einstellen und erhalte die Auskunft, ich müsse dazu mehr Speicherplatz erwerben. Was soll das denn plötzlich. Ich habe keine Zeit mich damit zu beschäftigen. Wenn das so ist, dann wird es wohl erstmal vorbei sein, mit den Bildern hier.
 

September 2011 Igel Irmeli pubertiert (6/7)

Großartig! Irmeli frisst ihr Kateznmilch-Katzenfutter-Breichen selbständig. Nun gilt es, die Milch zu reduzieren und die Nahrung fester zu machen. Übrigens sieht die verdaute Nahrung dann auch erwachsen aus und riecht auch so (-;

Der Laufstall hat sich zum Lieblingskletterübungsplatz entwickelt...

...und ist auch nicht meht ausbruchsicher, wie man sehen kann.

Aber ich bin leider noch immer die Beste. War Irmeli vielleicht wirklich einfach noch zu klein, um je das Leben führen zu können, das sie führen sollte? Ich hoffe auf das Vergessen nach dem Winterschlaf

Wenn kleine Igel soweit sind, dass sie mit der Famlie das Nest für Ausflüge verlassen, um auszuprobieren was man fressen kann (ohne Anleitung der Mutter übrigens), dann zwitschern sie wie Singvögel, wenn sie nach ihrer Mutter rufen. Es zerreißt mir fast mein Ammenherz, wenn ich Iremli in ihre Wohnung setze und sie so nach mir ruft, wenn ich mich entferne.
Aber auch ich mache Fehler, wie man hier sehen kann. Oder ist Irmeli in der Pubertät?
Jedenfalls hält der Widerstand nie lange...
...die Rolle wird aufgemacht...
...und alles ist wieder in Ordnung. Aber das Kindchenschema weicht so langsam (-:
Irmeli sollte in diesem Alter umziehen. Raus aus der fußbodenbeheizten Kuschelwohnung in ein natürlicheres Umfeld. Zunächst noch in der Küche und dann später mit Freilaufgehege draußen, bis der Winter kommt. Aber dazu mehr in der Fortsetzung

Sonntag, 18. März 2012

August 2011 Igel Irmeli geht spazieren (5/7)

Nun wird Katzenfuttermus unter die Katzenmilch gemischt und nach anfänglicher Verweigerung auch getrunken

Die Futterspritze wird größer und die Essmanieren werden auch deutlich besser

Pausen können selbst reguliert werden
Man probiert sich an Nutella... um es dann an den Stacheln wieder abzuwischen. Gut so, nur nicht so einen Süßkram essen!!!

Dem zunehmenden Entdeckerdrang gebe ich auf vielfältige Weise Raum. Hier besuchen wir Herrn Käf, der für seine Tochter einen Schrank aufbaut

Es ist Zeit das Draußen kennenzulernen, denke ich. Der Igel denkt anders.

Abwarten und der Natur ihre Zeit lassen. Es ist wie bei Menschenkindern: Exploration geht nicht ohne Rückversicherung auf Bindung

Ich freue mich, Irmelis Interesse ist geweckt. Hat sie vielleicht einen Wurm gefunden?

Zu früh gefreut. Was auch immer es war. Die Zunge wird an den Stacheln gesäubert

Irmelis Laufstall, wenn es mal ganz schnell gehen muss

Herr Käf ist auch ganz hingerissen

Er wird ebenfalls lieb gehabt

Und seine Hände sind ein prima Sofa

Was er da gemacht hat weiß ich nicht. Irmeli lässt keinen Zweifel an ihrem Missfallen
Schnell ist sie zwar noch vorsichtig, aber wieder verzeihlich gestimmt

9 Tage ist sie bei uns und hat sich und mich so toll entwickelt. Fortsetzung folgt (-: