Montag, 19. März 2012

Zu faul um tot umzufallen...

... ist unser Katerkatz! Jedenfalls ist die letzte Anschaffung dieser Art einige Jahre her, denn der seit vielen Jahren mit mir lebende Methusalem duldet keine anderen Katzen im Haus. Ist vielleicht aus Gründen der Überbevölkerung auch besser so.


Was würde ich ihn vermissen, aber inzwischen trägt er schon den Beinamen "Jopi", auch wenn der nun doch irgendwann wusste wann Schluss sein muss. Seit über 25 Jahren lebe ich mit Katzen. Es waren immer Notfalltiere. Ich bin der Meinung, dass sie mit Notfallmenschen zusammenlebten, denn bei mir hat nicht eine einzige Katze Probleme gemacht, die über eine liebenswerte Macke hinausgingen.
Vor zwei Jahren dachte ich schon, diese tierische soziale Intensivbeziehung würde die Hufe hochreißen, doch dank regelmäßiger Kortisongabe geht es ihr konstant recht gut. Aber so langsam lebt der Katz gefährlich. Er soll weiterhin sein Leben als Freigänger genießen können, auch wenn er inzwischen taub geworden ist, Gesichtslähme hat, schlecht sieht und wohl auch kaum noch über Geruchssinn verfügt.
Erstaunlich, was für eine Lebensqualität diese Katze trotz all der Defizite offenbarbar noch empfindet. Das Leben ist gefährlich, wenn man so eingeschränkt ist - und das nicht nur draußen. Gestern passierte es zum dritten Mal, dass der Katz seine Gemächer betrat und einen kläffenden, hüpfenden Besuchshund so lange nicht wahr nahm, bis sich die beiden Tiere berührten. Naja, dann allerdings wurden alle bekannten Reaktionen gegen den internalisierten Generalfeind, der eigentlich nur nett sein wollte, in Bruchteilen von Sekunden wieder aktiviert. Das klappt noch immer aus dem FF.
Das Leben dieser Katze ist in Ordnung, wenn sie bei ihren Menschen sein kann. Sogar beim Duschen will der gelegentlich dabei sein
Anstandslos fährt das Tier mit uns in den Urlaub, schaut sich im Ferienhaus um, sieht sich das Umfeld draußen an und sucht sich schnurrend in aller Ruhe zwei Lieblingsplätzchen im Haus. Eines für den Tag in der Nähe eines möglichst belebten Aufenthaltsortes seiner Menschen und eines für die Nacht. Die Sache mit der Eingewöhung ist nach 10 Minuten erledigt, sofern die Menschen mit dabei sind. Für den  Nachtplatz wird gewartet, wo sich Käf und Maiglückchen betten werden. Dort in der Nähe wird ein Schlafplatz gesucht, nachdem getestet wurde, ob das Mit-unter-die-Decke-kriechen-Verbot auch am neuen Ort gilt.


Nanu, jetzt wollte ich unsere schönsten uns skurrilsten Bilder noch einstellen und erhalte die Auskunft, ich müsse dazu mehr Speicherplatz erwerben. Was soll das denn plötzlich. Ich habe keine Zeit mich damit zu beschäftigen. Wenn das so ist, dann wird es wohl erstmal vorbei sein, mit den Bildern hier.
 

Kommentare:

  1. Seruvus, du Liebe, konnte heute Abend endlich wieder einen Blick auf deine Menagerie werfen, sowohl auf die pubertierende Irmeli als auch auf den Jopi-Katz. Hast du eine Ahnung, wie alt der Katzer ist (ich meine, war er bei den 25 Jahren so ziemlich von Anfang an dabe?) Die Katze meiner Freundin Maria ist jetzt 22. Sie sieht und hört schon schlecht, ist irgendwie vergesslich (z.B. vergisst sie, dass sie gerade schon gefressen hat und will wieder was ;o)) und aufs Katzenklo mag sie auch nicht mehr, aber ansonsten wirkt sie noch recht frisch, sieht hübsch aus und ist sehr verschmust. Ich glaube, das mit der empfundenen Lebensqualität hat wohl auch damit zu tun, dass Marias Katze und dein Kater nach wie vor liebevoll umsorgt werden. Wenn wir Menschen so hinfällig sind, ist es schwer, einen zu finden, der uns liebevoll streichelt, geduldig die Kacke von wo auch immer wegmacht und uns füttert, wann immer wir wollen... Jopi, der Mensch, war da vielleicht die große Ausnahme, jedenfalls für seine ihn offenbar hegende und pflegende Frau. Aber für die meisten gilt: Menschen wirken im Alter nicht so süß wie eine Katze.
    Einen schönen Abend noch und alles Liebe, Traude
    ღღღღღღღღღღ✿✿✿✿✿♥♥♥☼☼☼♥♥♥✿✿✿✿✿ღღღღღღღღღღ

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  2. Liebe Traudel, du bist wieder so ganz d'accord mit mir (-:

    Mein Katz sollte "erst" so um die 17 Jahre alt sein. Er kann also noch'n bisschen und Totgesagte leben ja bekanntlich besser. An dem was du sagst wird was dran sein. Aber ich hab das auch mit meinen Omas so gemacht. Beide habe ich bis zum letzen Tag begleitet. DEine sogar bis zum letzten Atemzug hier ist der Post zu ihr: http://maiglueckchen.blogspot.de/2011/05/4-du-bist-schon-in-memoriam.html. Und da ist die andere Omi: http://maiglueckchen.blogspot.de/2011/03/ge-danke-omi.html. Da waren so viele nahe Erfahrungen und alles daheim in der Familie (-: Maximal mal eine Kurzzeitpflege

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  3. Schon so oft totgesagt ;-) und er ist tatsächlich zu faul tot umzufallen! *lol*

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  4. das ist aber auch wirklich eine huebsche katze auf das sie noch ganz ganz lange bei euch bleibt :D meine mietze ist jetzt gerade 6 jahre alt, also noch putzmunter unterwegs und so anhaenglich wie ein kleines Huendchen

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