Samstag, 17. März 2012

August 2011 Igel Irmeli entdeckt die Welt (4/7)

Vorweg ein dringendes Anliegen: Ich suche dringend einen Menschen, der sich gut mit Wachteln auskennt. Nun bin ich ja nicht ganz tierunerfahren und habe seit Sommer letzten Jahres auch Wachteln in meinem Gflügelbestand, aber hier passiert grad was, wofür ich keine Erklärung oder Lösung finde. Also für die Vermittlung eines Kontakts zu einem anderen Wachtelhalter wäre ich einem geneigten Leser sehr sehr dankbar.

Und nun zu Irmeli

Heute gibt es nicht so ganz scharfe Fotos. Ein Kind von Herrn Käf hat Bilder gemacht. Die möchte ich aber auf keinen Fall vorenthalten, weil sie so viel erzählen.

Heute lernen sich Irmeli und die Käf-Kinder kennen

Endlich wird auch mal festgehalten, wie das aussieht, wenn der Bauch massiert wird, von meinen ziemlich verschmutzten Nägel... räusper... Igel, Hühnerstallbau (kommt im Anschluss), Garten... ist halt grad so gewesen

Die unschönen Anblicke erspare ich heute, die gab es ja gestern, hier ist alles wieder sauber

Eine neue Lebensphase bricht an, wenn die Zähne durchbrechen. Alles, aber auch wirklich alles wird in diesem Zeitfenster auf Essbarkeit überprüft. Auch wenn noch nichts anderes als Milch schmeckt. Hier sind es Äpfel. Ich lasse - wie in der Natur auch - alles probieren... bis auf eine Ausnahme: eine Zigarettenkippe habe ich dem Tierchen entrissen. Die gibt es ja in der Natur eigentlich auch nicht. Aber Irmeli findet in der "oralen Phase" grad alle prima.

Igel mögen keine Äpfel, nur die Würmer, die evtl. drin sein könnten. Aber das ist egal. Es muss wirklich alles ausprobiert werden. Prima macht sie das, so kann sie mal eine wilde Igelin werden! Das Survival-Trainig gönnt sie sich ja, wie an der (übrigens echt langen) Zunge gut zu sehen ist. Das sind Zustände in der Küche!!! Herr Käf und die Käfkinder tragen es gelassen

Im Anschluss an ausnahmslos jede Kostprobe wird die Zunge an den Stacheln schön sauber geputzt, dabei entsteht ordentlich Spuckeschaum, damit ja alles wieder ab geht von der echt sehr langen Zunge

Dem Katerkatz ist das alles gar nicht geheuer, was sich da auf unserem Küchentisch tut. Bitte keine Panik, der Igel ist entwurmt und ich weiß, dass der Hygienestandard der meisten Menschen sowas nicht in der Küche zulässt. Ich bin um Sauberkeit bemüht und eben mit Menschen- und Tierkindern groß geworden. Ich kann nicht anders und freue mich, dass Herr Käf dafür Verständnis hat. Die Alibi-Zeitungsunterlage ist ja auch da (-; und schließlich bin ich Wissenschaftlerin, da darf man das im Dienste der Erkenntnis... *räusper*

So sieht es übrigens nach den Mahlzeiten aus. Die Spritze ist das Fläschchen. Auf dem Teller liegt ein Löffel mit Beikostversuch, der mal wieder abgelehnt wurde, respektive in den Stackeln landete. Und ein wenig Körperpflege gibt es immer mit der Zahnbürste. Das mag die Irmeli, wie jeder gesunde kleine Igel

Leider ist sie sooo zahm geworden und will kuscheln. Igel sind Einzelgänger, ich hoffe auf kindliche Zuwendung und das Vergessen nach dem Winterschlaf. Oder war sie doch einfach zu klein, um zu merken, dass sie kein Mensch ist?

Die genießt das so sehr...

...und ich auch

Irgendwann reicht es dann und es wird in Richtung Körper marschiert...

...um dort am liebsten in das Nickerchenstadium überzugehen. Ich schaffe es dann nur schweren Herzens sie n ihr Babynest zu verfrachten. Fortsetzung folgt (-:



Kommentare:

  1. Hallo liebes Maiglückchen, ich bin grad mal wieder ganz verzückt von der kleinen Irmeli, wie sie sich neugierig über die Äpfel hermacht (wirklich wie ein menschliches Kleinkind, das alles mit dem Mund erproben muss, sogar Kippen und andere Pfui-Bäh-Dinge; die Tochter meiner Freundin schleckte mal - in einem zunächst unbeobacheten Moment - Hundekacke vom Kinderwagenreifen... Sie hat es ohne Schaden überlebt und ist inzwischen 24. Ich selbst habe mich lt. Aussagen meiner Mutter eine Zeitlang quasi von Sandkistensand "ernährt" und meine liebe Tochter, jetzt 19, war da nicht anders. Außerdem hat sie unsere Katzen geküsst. Soviel also zu Hygeniestandards. Es gibt bei uns einen Spruch: "Fünf Kilo Dreck im Jahr braucht der Mensch" ;o)) Was dein Lächeln bei der Zahnbürstenreinigung Irmelis betrifft - das ist genauso glücklich und entrückt wie meines und das meines Mannes, als wir im Vorjahr Kolibris mit dem Fläschchen füttern durften... siehst du hier ungefähr im unteren Drittel des Postings: http://rostrose.blogspot.com/2011/08/madagaskar-kuba-bali-malediven.html ... also von mir ist das Lächeln hier eigentlich gar nicht zu sehen, weil ich diese Fotos nicht reingestellt habe: Ich sah wirklich SEEEHR traumverloren aus, und das hätte bei unserem damaligen Urlaubsziel wohl falsche Rückschlüsse zugelassen ;o))
    Wunderschöne Wochenendgrüße & alles Liebe von der Rostrosen-Traude :o)
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  2. Oh da werde ich jetzt gleich mal spiekern gehen. Wir hatten in meiner Kindheit einige Jahre Kolibris daheim in einem Zimmer, das mein Vater extra auf dem Dachboden ausgebaut hatte. Faszinierende Tiere. Und zu der Eigenart Exkremente zu essen, erinnere ich meinen Bruder, der mal auf der Straße vorm Hof saß und von einem Kuhfladen naschte. So, jetzt werde ich dich besuchen gehen und mir die Kolibris ansehen!!!

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  3. UUiih, ich freu mich schon auf die Fortsetzung. Mit Wachteln kenn ich mich leider nicht aus. Ich habe jetzt übrigens Bilder unter Knutselzwegs Pläne eingestellt:)
    Lg Knutselzwerg

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  4. Hi,
    ich hoffe, dass die putzige kleine Irmeli in der Zwischenzeit (nach ihrem Winterschlaf) weiß dass sie doch kein Mensch ist.
    Diese Bilder sind sooo entzückend. Ich freu mich hier ein bisserl zugucken zu können wie das mit den kleinen Igels beim Aufpäppeln so aussieht... Ich befürchte, dass meine beiden Beagles nicht so geduldig zusehen würden wie euer Kater. Andererseits würde ihnen im Ernstfall nichts anderes übrig bleiben. ;)
    Leider kann ich beim Wachtelanliegen nicht helfen.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Klarissa

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  5. ah wie absolut goldig :) echt toll :D und wie schnell so ein igelkind waechst gell ....

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